Die ältesten Bewohner Ostpreußens

In den Jahrhunderten um Christi Geburt war das Land zwischen Memel und Weichsel kein Siedlungsgebiet slawischer Stämme, sondern es siedelten sich im unteren Weichselgebiet Goten und im Süden Ostpreußens (späteres Masuren) Vandalen an, beides germanische Stämme, die allerdings später gen Süden zogen (so ca. um 200 nach Christus).

Das restliche Ostpreußen war um diese Zeit von dem Volk der Prußen besiedelt, das der baltischen Volksgruppe, einem Zweig der großen indogermanischen Völkergruppe, angehörte so wie auch die  Litauer, Letten und Kuren. Alle vier Gruppen sind miteinander verwandt. Die Prußen nannten sich selber Prusai.

Von römischen Berichterstatter wurden sie als Aestier, Easten, später Brus, Borussi, Pruteni bezeichnet, in späteren Chroniken tauchten sie dann als Brus, Pruzzi, Prusci oder Prutones auf. So entstand wohl wahrscheinlich der Name Prußen, von dem das heutige Wort Preußen abstammt.

Die Prußen wurden im Gegensatz zu den germanischen Stämmen nicht von der Völkerwanderung erfaßt und breiteten sich nach Westen hin bis zur Weichsel aus.

Es gab „Klans“ in elf Gauen, deren altpreußische Namen sich bis in die Gegenwart erhalten haben: Pomesanien, Pogesanien, Natangen, Nadrauen, Samland, Sudauen, Galinden, Warmien, Sassen, Schalauen und Barten.

hre Sprache ist bruchstückhaft aus der Zeit Herzog Albrechts überliefert, heute jedoch ausgestorben, wie die Prußen selbst.

Aber dazu in einem der nächsten Artikel mehr.

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