Die letzten Heiden Europas

Die Ureinwohner der Provinz Ostpreußen, von denen Genaues überliefert ist, sind die Prußen.Sie waren keine Germanen oder Slawen, sondern Westbalten, die mit den ostbaltischen Litauern, Letten und Kuren verwandt waren.
Ausgedehnte Wälder und Sümpfe trennten die einzelnen prußischen Landschaften und Siedlungen. Längs dem Frischen Haff von der ostpreußischen Grenze bis zur Pregelmündung und landeinwärts im Kreis Heilsberg saßen die Warmier, nach denen das Ermland den Namen hat. Nordöstlich davon, bis zu Alle und Pregel, lebten die Natanger, im Süden die Sudauer (Jatwinger).
Seit etwa 1240  lieferten die Prußen dem deutschen Ritterorden erbitterte Kämpfe. 1250 brach der große Aufstand der vereinigten Prußenstämme gegen die Herrschaft des Ordens los, wodurch dieser in schwerste Bedrängung geriet. Rund dreißig Jahre dauerten diese Kämpfe, bis die Prußen unterlagen. Man hat sie ‚die letzten Heiden Europas‘ genannt, weil sie an ihre eigenen Göttern und Kulturen festhielten und vom Christentum nichts wissen wollten.
Die Sprache der Prußen war in den Orts- und Flurnamen Ostpreußens erhalten, ebenso in den Mundarten der Provinz.

Quelle: www.steegen.com

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