Ahnenforschung per Speichelprobe

Ich weiß nicht so richtig, was ich davon halten soll, es soll ja nun die Möglichkeit geben, mit Hilfe seiner DNS herauszufinden, von welchem Urvolk man abstammt. Die Firma im Internet nennt sich  iGENEA und verspricht viel: für 179 Euro wird die eingeschickte Speichelprobe analysiert und verrät so einiges. Zum Beispiel ob man jüdische Vorfahren hat, germanischer Abstammung ist oder gar der Nachfahre eines baltischen oder slawischen Volkes.

Dabei teilt sich das iGENEA – Ergebnis in drei Zeitepochen auf:  die Urzeit, die Antike und die Ursprungsregion.

Die sogenannte Haplogruppe zeigt die Herkunft während der Urzeit, das Urvolk zeigt die Volkszugehörigkeit in der Antike (900 v.Chr. bis 900 n.Chr) und die Ursprungsregion zeigt, in welchem Gebiet das Profil typisch ist. Damit ein Profil typisch für eine Region wird, muss diese Linie mindestens während 500 Jahren dort gelebt haben.

Laut iGenea kann es möglich sein, dass das DNS-Profil gar nicht eindeutig einem Urvolk bzw. einer Region zugeordnet werden kann. In diesem Fall werden mehrere mögliche Urvölker oder mehrere Regionen aufgelistet. Das bedeutet, dass man einem dieser Urvölker angehört und einer dieser Regionen entstammt.

Nun gut.

Ich habe also mal auf den Button „bestellen“  gedrückt und siehe da, die 179,- Euro werden zu 399,- Euro, wenn man die mütterliche UND väterliche Ahnenlinie kombiniert getestet haben möchte. Wer möchte das nicht?

Zusätzlich zu den 399,- Euro kann man dann noch für 239,- Euro Vorteilspreis den Familyfinder sowie den Krieger-Gen-Test bestellen, der noch einmal 59,- Euro kostet. Alles insgesamt bezahlt man also 697,- Euro und bekommt dann vielleicht noch nicht einmal eine eindeutige Erklärung zur Abstammung. Nun denn, was soll ich dazu noch sagen! Sind doch Peanuts und schnell verdientes Geld 😀

Was mir etwas sauer aufstößt, ist  die Schweizer Adresse. Nun gut, nicht alle Firmen aus der Schweiz sind unseriöse- und liebe Schweizer verzeiht mir, ihr seid ganz sympathisch – aber Schweizer Adressen sind in Deutschland mittlerweile ein wenig anrüchig geworden, vor allem bei Angeboten, bei denen man nicht so recht weiß, was man davon halten soll.

Jedenfalls geh ich auf Nummer sicher und krame mich noch durch die Tiefen der Suchmaschinen, um etwas über diese Analyse herauszubekommen. Wird ja sicher irgendjemand schon mal irgendwann bestellt haben. Dann kann ich hier ja noch einmal berichten. Wer diesen Test schon mitgemacht hat, darf hier selbstverständlich auch gern kommentieren!

Liebe Grüße,

asti

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